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Qiu Dang setzt Siegeszug unaufhaltsam fort

Unbekümmert und locker spielte sich Qiu Dang bis in das Halbfinale vor. (Foto: Steinbrenner)

Schüler-Bundestrainer Klaus Schmittinger redete gar nicht lange um den heißen Brei herum. „Dass Qiu Dang am letzten Tag noch im Wettbewerb und damit im Halbfinale sein würde, konnte vor dem Turnier nicht einmal erträumt werden.“ Doch der 13-Jährige belehrte seinem Coach gerne eines besseren und spielt derzeit in Istanbul das Turnier seines Lebens. Unbekümmert steht der 13-Jährige am Tisch, wirkt nach außen hin locker und dennoch hochkonzentriert. Die Nummer 31 der U15-Europarangliste schaltete zunächst im Achtelfinale den Zwölften, Michal Pavolka (Slovakei), mit 11:9 im siebten Durchgang aus. Auch im Viertelfinale machte es der Penholderspieler spannend. Gegen Andrey Petukhov (Russland) wurde zunächst ein 0:2-Satzrückstand (9:11, 7:11) mit 11:8 und 11:7 egalisiert. Im fünften Durchgang holte Dang Qiu dann einen 0:6-Rückstand auf, gewann noch mit 13:11 und befand sich damit auf der Siegerstraße Richtung Vorschlussrunde. Petukhov hatte anschließend nichts mehr entgegen zu setzen, konnte sich beim 5:11 nur noch bedingt wehren. „Zu Beginn des Spiels hatte Qiu Dang einige Probleme mit den Aufschlägen seines Gegners und spielte zu oft die Vorhandseite von Petukhov an“, analysierte Schmittinger. Dies habe sich jedoch im Verlauf des Spiels geändert. In seiner bescheidenen Art und Weise bezeichnete der deutsche Halbfinalist seinen Auftritt als „ganz gut“, räumte jedoch gleichzeitig ein, „dass ich den Start verpennte“. In der nächsten Runde wartet nun der Europaranglisten-Dritte Leonardo Mutti (Italien). „Auch in diesem Spiel ist was möglich“, verkündete der Bundestrainer zuversichtlich. Und Qiu Dang selbst? „Mutti spielt ekelhaft. Mal schauen ob was geht. Bislang habe ich gegen ihn immer verloren.“ Florian Schreiner musste im Achtelfinale gegen Enzo Angles (Frankreich) eine deutliche 0:4-Niederlage einstecken. „Gegenüber meiner Leistung im Mannschafts-Finale gegen Frankreich konnte ich mich zwar steigern, war dennoch chancenlos.“

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