Nach dem dritten Platz mit der Mannschaft erspielte sich Dang Qiu die Bronzemedaille im Einzel
Gut vorbereitet aufgrund eines dreiwöchigen Lehrgangs starteten die Jugendlichen des TTC matec Frickenhausen zu den Europameisterschaften der Jugend nach Istanbul. Zusammen mit Florian Schreiner (SC Fürstenfeldbruck) und Kilian Ort (TSV Bad Königshofen) bildeten die Nachwuchscracks das Deutsche Schülerteam. Optimistisch gab Bundestrainer Klaus Schmittinger dann die Marschroute vor: Der Einzug in das Viertelfinale sei das Minimum. „Vom spielerischen Potential müssten wir eigentlich um die Medaillen mitspielen.“

Foto: Steinbrenner
Aus der Vorrunde, die in Gruppen ausgespielt wurde, ging das Team als Sieger hervor. Einem mühelosen 3:0 Auftaktsieg gegen Slowenien ließen die Jungs trotz eines 0:2-Rückstand ein 3:2 gegen Schweden folgen. Zum Schluss wurde Kroatien mit 3:0 besiegt. In der Gruppenphase musste Liang Qiu nur eine Einzelniederlage einstecken und blieb mit Bruder Dang im Doppel ungeschlagen.
Anschließend qualifizierte sich das Team durch einen hart umkämpften 3:2-Sieg gegen Dänemark für das Viertelfinale. In dieser Partie hatte Liang Qiu mit zwei Einzelsiegen maßgeblichen Anteil am Erfolg der Mannschaft. Gegner im Viertelfinale war dann die Slowakai, die mit 3:1 niedergehalten werden konnte, sodass man im Halbfinale auf den absoluten Topfavoriten Frankreich traf. Hier kam dann das erwartete Aus für die Deutsche Mannschaft. Bei der 0:3-Niederlage waren die Youngsters ohne Chance. Gut erholt von dieser Niederlage zeigte sich dann die Mannschaft im Spiel um Platz drei, wo man sich mit einem nie gefährdeten 3:1-Sieg die Bronzemedaille sicherte.
Die Geschwister waren sich dann auch einig: „Wir sind mit Bronze sehr zufrieden, weil es waren viele Mannschaften die gleich gut wie wir waren, deswegen darf man sich über Bronze nicht beschweren“.
Unmittelbar nach dem Mannschaftswettbewerb ging es dann im Einzel, Doppel und Mixed weiter.
Im Mixed-Wettbewerb musste sich Dang Qiu zusammen mit seiner litauischen Parnterin Gabriela Amelina bereits in der zweiten Runde geschlagen geben. Ebenfalls in der zweiten Runde unterlag sein Bruder zusammen mit Yuko Immamura.
Im Doppelwettbewerb, in dem die Geschwister gemeinsam an den Start gingen, hatten sie im Achtelfinale gegen die portugiesische Paarung Geraldo/Chen das Nachsehen und konnten sich danach voll und ganz auf den Einzelwettbewerb konzentrieren.
Mühelos spielte sich das Geschwisterpaar bis in die dritte Runde vor. Etwas überraschend kam dann das Aus für die Nummer 9 der Schüler-Europarangliste Liang Qiu, der bei der 0:4-Niederlage gegen den Schweden Carl Ahlander Johansson nie richtig ins Spiel fand.
Ganz anders dagegen sein Bruder Dang, der sich mit einem beeindruckenden 4:1-Sieg gegen die Nummer 7 der Europarangliste Marton Szita aus Ungarn für die Runde der letzten 16 qualifizierte. Auch hier spielte der 13-jährige Regionalligaspieler groß auf und stand nach einem hart umkämpften 4:3-Sieg über den Slowaken Michail Pavolka im Viertelfinale. Auch hier machte es der Penholderspieler spannend. Gegen Andrey Petukhov (Russland) wurde zunächst ein 0:2-Satzrückstand (9:11, 7:11) mit 11:8 und 11:7 egalisiert. Im fünften Durchgang holte Dang Qiu dann einen 0:6-Rückstand auf, gewann noch mit 13:11 und befand sich damit auf der Siegerstraße Richtung Vorschlussrunde. Mit 11:5 ließ er dem Russen keine Chance mehr und stand völlig überraschend im Halbfinale. Gegen die Nummer drei der Europarangliste und späteren Europameister, den Italiener Leonardo Mutti war der junge Frickenhäuser bei der 0:4-Niederlage ohne Chnce, was jedoch seine Leistung keinesfalls schmälern soll.
Wieder zu Hause im heimischen Linsenhofen stand der frischgebackene Bronzemedaillengewinner Rede und Antwort:
Warst Du mit Deinem Abschneiden in Istanbul zufrieden?
„ Also im Einzel war mit Bronze nicht zu rechnen. Ich bin unglaublich glücklich mit diesem Resultat.
Im Doppel war Achtelfinale okay aber es war schon noch ein bisschen mehr drin.
Im Mixed war es schwer für mich weil ich mit der Spielerin aus Litauen zum ersten mal zusammen gespielt habe”.
Du warst zum ersten Mal bei so einer Großveranstaltung, wie waren Deine Eindrücke?
„Die Halle war super auch gut klimatisiert, die Zuschauer waren laut und es hat unglaublich Spaß gemacht.
Die Organisation war auch ziemlich gut es hat sich fast nie etwas verspätet und das Rahmenprogramm war gut weil wir fast nie früh aufstehen mussten“.
Was sind Deine Ziele in nächster Zukunft?
„Mein nächstes großes Ziel ist es bei den Europe Top-10 unter die ersten Vier zu kommen“.
Dies waren jedoch nicht die einzigen Medaillen der DTTB-Starter. Im Jungen-Einzel erfüllte sich Patrick Franziska (Hanau) seinen Goldtraum und auch Sabine Winter (Schwabhausen) durfte sich im Doppelwettbewerb der Mädchen an der Seite von Barbora Balazova über Gold freuen. Im Teamwettbewerb der Mädchen unterlag die Deutsche Mannschaft nur äußerst knapp mit 2:3 Rumänien und holte damit Silber.
Bronze gab es außerdem für die Jungen- und Schülerinnenmannschaft sowie für Mühlbach/Hölter im Jugend-Mixed und Patrick Franziska zusammen mit seinem Partner Jan Zibrat (Slovenien) im Jungen-Doppel.










